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Schulanfang

Dienstag war es soweit, der erste Schultag 🙂

Ich war doch recht nervös und aufgeregt und tausend Fragen schwirrten in meinem Kopf. Wieviel SchĂŒler werden wir sein? Werden sie in etwa in meinem Alter sein? Was fĂŒr FĂ€cher werden wir haben? Wie sieht der Stundenplan aus? Und das ging noch ewig so weiter, aber letztendlich kam dann der 13. September und ich war eine gute halbe Stunde zu frĂŒh in der Schule, gespannt wie ein Flitzebogen 🙂

WĂ€hrend ich in der Aula auf den offiziellen Beginn wartete, wurde es um mich immer voller und ich habe gemerkt, dass das wohl nicht nur die Damenmaßschneider sind. Um 16 Uhr war die Aula dann voll mit den Damen- und Heerrenmaßschneidern, den Studenten aus dem Bereich Lederwaren, den Graphikern und ich glaube Modedesignern waren auch dabei.  Wir bekamen eine allgemeine BegrĂŒssung und Einweisung. Ich bin mir nicht sicher wie das in Deutschland ist, aber in Ungarn gibt es auf der Arbeit jĂ€hrlich einen kurzen medizinischen Check beim Doktor, bzw. auch in der Schule, wo Puls gemessen wird und vielelicht ein zwei Fragen gestellt werden. Nichts grossartiges, aber gehört dazu. Die Studenten der Lederwaren Abteilung wurden dann schon mal aufgefordert sich beim Doktor zu melden, wĂ€rend der Rest mit den Klassenlehrern in die Klassenzimmer ging. Es wurde dann schnell klar, dass an dem Tag kein Unerricht mehr stattfinden wĂŒrde, schliesslich brauchen diese administrativen Dinge auch ihre Zeit. Als wir dann im Klassenzimmer waren, haben wir erst mal gemerkt WIEVIELE wir wirklich waren. Der kleine Raum war brechend voll, da nicht weniger als 42(!!) SchĂŒler anwesend waren, nur fĂŒr den Lehrgang Damenmaßschneider. Ok, davon sind vier Herren, aber die zwei Kurse werden grösstenteils gemeinsam laufen, bis auf ein paar spezielle Stunden.

Im Klassenzimmer

Tja, was soll ich sagen. Ich war dann doch etwas schokiert, wieviele wir waren, da es in dem Raum gleich nochmal mehr gewirkt hat als noch zuvor in der Aula. Aber ich dachte mir, die Schulleitung schon wissen was sie tut… also der Gedanke hat sich dann schnell als Irrtum herausgestellt. Leider wusste niemand nichts! Bis auf ihre Telefonnummer und Email Adresse konnte unsere Klassenlehrerin uns auch keine wirklich neuen Information geben. Das einzige was sie uns sagen konnte, war dass wir uns am nĂ€chsten Tag um 16Uhr wieder in diesem Raum treffen wĂŒrden. Also sollten wir wieder runter und uns ebenfalls fĂŒr den medizinischen Check anstellen.

Als wir unten ankamen, gleich der nĂ€chste Schock. Die Schlange war immer noch ewig lang. Es war zum verrĂŒckt werden. Obwohl jeder nur maximal zwei Minuten drin war, wurde die Schlange einfach nicht kĂŒrzer, es ging kein bisschen voran. So hatten wir aber zumindest etwas Zeit uns gegenseitig kennen zu lernen 🙂

Als sich nach weiteren 30 Minuten immer noch nichts getan hatte, hat auch die Schulleitung eingesehen, dass an dem Tag eh nicht mehr alle SchĂŒler dran kommen werden. Also wurde ein neuer Termin vereinbart und wir konnten nach Hause gehen.

Obwol ich mich sehr darĂŒber freue, dass die Schule endlch angefangen hat, war es doch chaotischer als erwartet. Ich hĂ€tte doch erwatet, dass wir zumindest einen Stundenplan oder eine Liste mit den Materialien die wir brauchen werden, bekommen. Wie auch immer, am Tag drauf sollte Unterricht stattfinden auf den ich natĂŒrlich wieder  sehr gespannt war.

Der nÀchste Tag

Der nĂ€chste Tag ging eigentlich genauso so weiter wie es am Abend zuvor aufgehört hatte, mit jeder Menge Chaos. Am Schuleingang waren die StundenplĂ€ne fĂŒr die Woche ausgehangen worden, allerdings war auf diesen ein anderer Raum eingetragen als man uns am Tag zuvor gesagt hatte. Aber was noch viel merkwĂŒrdiger war, war das der Unterricht wohl schon um 15:40 Uhr angefangen hate.

Immerhin hatten wir endlich den Stundenplan und wissen jetzt welche FĂ€cher wir haben. Da es sich hierbei um Fachbegriffe handelt, bin ich mir nicht ganz sicher wie diese Begriffe im Deutschen heissen.

  • BeschĂ€ftigung
  • Damen und Herrenbekleidung im Verkauf
  • Schnittmustererstellung fĂŒr Textile Produkte
  • Damenbekleidungskonstruktion und Änderungen
  • Bekldeidungsstoffe und Warenkunde
  • Vorbereitung fĂŒr die Produktion in der Bekleidungsindustrie
  • Arbeiten mit Industriemaschinen
  • Arbeitsschutz
  • Technische Zeichnungen
  • Textilproduktions Technologien
  • Wohntextilien Produktions Augaben
  • Damenbekleidung Produktions Aufgaben
  • Soffkunde Aufgaben
  • Technische Zeichnungen Aufgaben
  • Computerbasierte Vorbereitung der Bekleidungsindustrie
  • Herstellung textiler Produkte

Das sind die FĂ€cher in Woche A. Da es auch eine Woche B gibt, weiss ich nicht ob da noch welche dazu kommen. Um ehrlich gesagt, find ich die Namen schon sehr merkwĂŒrdig und verwirrend. Ich weiss z.B. nicht genau worin sich den Bekleidungsstoffe und Warenkunde von Stoffkunde unterscheiden soll. Aber das ist wahrscheinlich noch so etwas, was sich noch klĂ€ren wird.

Auf jeden Fall, hĂ€tten wir laut diesem Plan schon seit 20 Minuten Unterricht, aber es gab weder einen Leher, noch war die ganze Klasse da. Ich nehme an, die meisten sassen noch in dem anderen Raum. So langsam ging das einem wirklich auf die Nerven. Letzendlich kam dann doch ein Lehrer und wir fingen tatsĂ€chlich mit ein wenig Betriebswirtschaftslehre an. Allerdings war ich dann etwas ĂŒberrascht als es hieß eine Schulstunde seien nur 40 Minuten. Ist das immer so? Ich erinnere mich leider nicht mehr wie das bei mir in der Schule war, aber die Zeit raste förmlich und als der Rest der Klasse ankam war diese Stunde auch schon vorbei und wir warteten auf den nĂ€chsten Leherer.

Erste Stunde in Schnittkonstruktion

Sie kam auch schnell und es ging laut Plan weiter mit Schnittkonstruktion fĂŒr textile Produkte (halbe Stunde, also gerademal 20 Minuten), aber natĂŒrlich hatte niemand Material dabei (wie auch,wir wussten ja nicht was auf dem Stundenplan stand). Daher verging die Zeit natĂŒrlich dann auch genau darauf. Stundenplan Diskussionen und endlich eine Liste mit den Materialien die wir benötigen werden.

  • DinA 4 Heft, leer, also ohne Zeilen oder Karos, einfach leer
  • Bleistifte: HB und 2B, Buntstifte gehen auch, aber keine Filzstifte
  • Lineal, Geodreieck, Zirkel
  • Schere
  • Klebstift
  • Viertel Massband. Hab ich in Deutschland noch nie gesehen
  • Massband
  • Kopierpapier (kann auch Backpapier seinr)

Die Lehrerin benutzt das Buch Ruhaipari SzabĂĄs-Szakrajz vom Göttinger Verlag(Autor Benkö IstvĂĄnnĂ©) . Das basiert auf der deutschen MĂŒller Methode, genauso wie mein Buch  Bekleidung – Schnittkonstruktion fĂŒr Damenmode (grossartiges Buch!!), daher werde ich mir den ungarischen Titel erstmal nicht besorgen.

Erste Vorbereitung fĂŒr die Produktion in der Bekleidungsindustrie Stunde

Die nĂ€chste Stunde war richtig cool, da wir endlich richtig angefangen haben Unterrichtsstoff durchzunehmen. Wir sind verschiedenen Technischen Zeichnungen durchgegangen und ich habe wirklich etwas Neues gelernt 🙂 Sobald wir mit dem Thema ganz durch sind, mache ich eiene schönen Post fĂŒr hier 🙂

Die Letzte Stunde Des Tages

Die letzte Stunde wirkte wieder ewtas improvisiert, da die Lehrerin erst am Abend zuvor erfahren hat, dass sie uns als Schulklasse bekommt. Nach einigem Hin- und Her sind wir dann die Schritte der Wohntextilien und Bekleidungsproduktion durchgegangen und haben besprochen, was wir fĂŒr den Unterricht am Samstag brauchen, wenn es endlich in die Schneiderwerkstatt geht.

  • Scheren: Stoffschere und Papierschere. Wir wissen ja, dass das DIE Regel ĂŒberhaupt ist. Schneide niemals Papier mit deiner Stoffschere!

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  • Maßband: Es sollte eins ohne PlastikgehĂ€use sein.
  • Stecknadeln: 0,5-0,6mm dick. Ich mag die Quilting Nadeln gerne, oder zumindest die mit den Glasköpfen, damit die Plastikköpfe beim BĂŒgeln nicht evt. an den Stoff schmelzen. Fragt mich mal woher ich das weiss 😉
  • Schneiderkreide:  Die Lehrerin meinte, sie mag die traditionelle Kreide nicht, da sie zu hart sei. Sie bevorzugt Seife, die darf aber nicht zu fettig sein. Das muss man am Stoff ausprobieren, damit nach demBĂŒgeln kein Fettfleck dort bleibt.
  • Etwas einfarbigen Baumwollstoff, wie Nessel. Ich mag fĂŒr Probeteile den DITTE IKEA Stoff ganz gerne, da meiner Erfahrun nach bei dem der Fadenlauf so schön gerade ist.
  • Wieder etwas Backpapier
  • Radierer
  • Geodreieck

Fazit

Nun, ich hab ziemlich gemischte GeefĂŒhle, was die ersten beiden Tage angeht. Die Organisation lĂ€sst wirklich sehr zu wĂŒnschen ĂŒbrig, aber wir schauen einfach mal wie es am Samstag in der Schneiderwerkstatt lĂ€uft.

Was benutzt ihr noch zum Zeichnen?

Liebe GrĂŒsse

Évi

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