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Endlich Herbstferien

Das bedeutet jeden Tag ausschlafen, bis mittags im Pyjamas rum lümmeln, Freunde treffen und ausgehen…

Ach halt, das war mal so vor über 10 Jahren… 10 JAHREN?!

Doch so lang… Na gut ?

Heute sehen meine Herbstferien etwas anders aus.Abgesehen vom ganz normalen Wahnsinn, äh ich meine natürlich Alltag, bedeutet dass viiiiel Lernen, da Mitte November schon die vierteljährlichen Prüfungen anstehen.

10 Jahre seit den letzen Herbstferien… vierteljährliche Prüfungen… ernsthaft, irgendwas stimmt doch mit der Zeit nicht!
Ok, zurück zum Thema. Lernen ist angesagt. Was genau? Ganz einfach, nämlich ALLES!

Die Vierteljährliche Prüfungen

Schließlich schreiben wir in jedem Fach eine Klausur. Was die Fächer betrifft, habe ich leider immer noch nicht ganz den vollen Durchblick, zumal wir irgendwie auch oftmals das gleiche Thema in verschiedenen Fächern durchnehmen. Ich weiß zum Beispiel gar nicht mehr wie oft wir mittlerweile einen geraden Rock mit dem Viertel Maßband gezeichnet haben, aber sagen wir einfach mal oft.

Die gute Nachricht ist, dass wir zwei Klausuren schon geschrieben haben, somit bleiben nur noch gefühlte 20 😉

Und die noch bessere Nachricht ist, dass die erste Klausur auch schon benotet wurde. Für mich ist diese Klausur etwas sehr besonderes gewesen, da es sich dabei hochoffiziell um meine erste Klausur  an einer ungarischen Schule handelt. Ich wollte sie mir auch schon an den Kühlschrank hängen, aber andererseits wirkt so eine Arbeit zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz doch irgendwie komisch 😀

Die allerbeste Nachricht ist aber, dass ich eine 5 bekommen habe. Keine Angst, ich werde mir nicht die Finger zusammennähen. Im Gegenteil. Das ungarische Notensystem geht nur von 1 bis 5, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste Note darstellt.

Ich weiß noch, dass meine Mama, die selber mit dem ungarischen Notensystem aufgewachsen ist, immer etwas irritiert war, wenn ich fröhlich mit einer 1 nach Hause gekommen bin. Da hieß es dann immer naserümpfend: „Das geht aber besser, oder?“ „Nein, Mama, nicht wirklich 😀 “

Somit kommen also noch Arbeiten in den Themen Recht und Wirtschaft auf uns zu, Produktionsvorbereitung und Warenkunde, Schnittmustererstellung, dann noch Produktionsvorbereitung am Computer, und natürlich auch Aufgaben in den praktischen Fächern. In Heimtextilien werden wir wohl einen Kissenbezug nähen und in Damenbekleidung einen Reißverschluss oder ganzen Rock.

Übrigens haben wir letzten Samstag bei unserer neuen Lehrerin auch endlich einen neuen Reißverschluss gelernt. Nachdem wir den beidseitig verdeckten ja ein paar mal gemacht haben, haben wir nun einen einseitig verdeckten gezeigt bekommen.

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Hübsch geworden oder? Ich muss aber gestehen, dass ich ihn doch etwas kompliziert fand und wahrscheinlich noch das eine oder andere mal üben sollte.

Der Rockgrundschnitt

Als Hausaufgaben sollten wir ein Schnittmuster nach unseren Maßen für einen geraden Rock erstellen und letzten Samstag mitbringen. Ich hatte gehofft, wir würden ihn auch nähen, aber soweit kamen wir nicht.  Die Lehrerin hat aber die Schnittmuster überprüft und gegebenenfalls korrigiert und nächste Woche Samstag werden wir ihn wohl auch wirklich nähen 😀

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Das macht aber nichts, denn wenn von meinen Herbstferien noch etwas Zeit übrig bleibt, dann werde ich sowieso schon zu Hause einen Proberock nähen. Besser gesagt drei. Wie ihr wisst, bin ich ein Fan davon Dinge auszutesten, daher habe ich den geraden Rockschnitt nicht nur so gezeichnetn wie er uns in der Schule gezeigt wurde, sondern auch nach meinem deutschen Buch Schnittkonstruktion für Damenmode und nach Suzy Furrer . Frau Furrer ist de Gründerin der Mode Schule Apparel Arts in San Francisco und bietet auch auf Craftsy verschiedene Kurse zum Thema Schnittkonstruktion an.  Ich habe mir die Kurse zum Oberteil und Hosenschnitt angeschaut und finde sie sehr gut. Sie ist eine tolle Lehrerin, super strukturiert und wirklich sehr gut zu verstehen. Den Schnitt für den Rock hab ich nach dieser Anleitung gemacht, die eine ehemalige Schülerin geschrieben hat.  Ein bisschen kompliziert ist es schon, gerade auch weil ich zwischen Zoll und Zentimeter hin und her rechnen musste, aber es ist machbar.

Ich habe also bei meiner letzten Stoff-Shopping-Tour auch mehrere Meter Nessel eingepackt, so dass ich ein bisschen rumprobieren kann, welches System für mich das beste Ergebnis liefert. Wie die Schnitte genau gezeichnet werden und über die Resultate werde ich euch natürlich hier berichten 🙂

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Meine neuen Bügelhilfen

Bevor es ans Lernen geht, wollte ich euch noch zeigen, was ich hübsches genäht habe. Doja von elewa.blog.co.uk hat zu einer „Ham and Sausage Challenge“ aufgerufen. Das sind Bügelhilfen, die in ihrer Form einem Schinken und einer Wurst  ähneln, daher der Name Schneiderschinken oder Bügelei, bzw. eine Saumrolle. Ihr findet bei Doja eine super einfache Anleitung und einen Schnitt um diese Bügelhilfen selber zu machen. Das Nähen geht auch total schnell, sind ja nicht wirklich viele Nähte. Das Füllen hat da wesentlich mehr Zeit in Anspruch genommen, aber das Ergebnis finde ich total cool 😀

Ich habe mal ein Bügelei vor mehrere Jahren gemacht und muss zu meiner absoluten Schande gestehen, dass ich das arme Ding nie wirklich fertig gemacht habe. Seit Jahren benutze ich es  so, dass die Wendeöffnung nur durch Stecknadeln gehalten wird. Dojas Challenge kam irgendwie genau gerufen und ich kann’s kaum erwarten sie auszuprobieren 😀

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Habt ihr auch solche Ufo’s (unfinished object) rumliegen?

Liebe Grüsse

Éva

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